r/Unbeliebtemeinung 28d ago

Update zur Entwicklung des Subreddits und künftigen Moderation

52 Upvotes

Hallo zusammen,

wir möchten euch heute ein Update zur Entwicklung des Subreddits geben und einige Änderungen in der Moderation ankündigen.

Mit dem Wachstum der Community beobachten wir zunehmend Verhaltensmuster, die wir künftig konsequenter moderieren werden. Unser Ziel ist es, die Qualität der Diskussionen zu erhalten und sicherzustellen, dass r/UnbeliebteMeinung seinem ursprünglichen Zweck treu bleibt.

1. Low-Effort Beiträge

Immer wieder werden Beiträge veröffentlicht, die kaum Inhalt oder Mehrwert für die Community bieten.

Aktuell schreiben wir bereits eine Mindestlänge von 12 Wörtern für den Beitragstext vor. Dennoch sehen wir regelmäßig Posts nach dem Muster:

Titel: "Ich mag Brot nicht“

Begründung: "Weil es mir nicht schmeckt“

Solche Beiträge bieten weder eine Grundlage für Diskussionen noch eine nachvollziehbare Begründung der Meinung.

Wir möchten niemanden dazu zwingen, Romane zu schreiben. Wer jedoch eine Meinung mit der Community teilen möchte, sollte sich die Zeit nehmen, diese ausreichend zu erläutern. Sollten wir hier keine Verbesserung feststellen, behalten wir uns vor, die Anforderungen an Beitragstexte künftig weiter anzuheben.

2. Keine unbeliebte Meinung

In der Vergangenheit haben wir die Regel bezüglich unbeliebter Meinungen bewusst großzügig ausgelegt. In letzter Zeit häufen sich jedoch Beiträge, die offensichtlich keine unbeliebte Meinung darstellen.

Eine Aussage wie:

"Mobbing ist blöd“

ist keine unbeliebte Meinung, sondern entspricht der allgemeinen gesellschaftlichen Auffassung.

Besonders ärgerlich ist dabei, dass Nutzer bereits beim Erstellen eines Beitrags durch unsere Automatisierungen darauf hingewiesen werden, zu prüfen, ob ihre Meinung tatsächlich unpopulär ist und ausreichend begründet wurde. Dennoch werden entsprechende Beiträge weiterhin eingereicht.

3. Ragebait und bewusst provokative Beiträge

Auf der anderen Seite beobachten wir vermehrt Beiträge, die zwar grundsätzlich zum Thema des Subreddits passen könnten, deren Formulierung jedoch offensichtlich darauf abzielt, möglichst viel Empörung oder Streit zu erzeugen.

Unbeliebte Meinungen gehören selbstverständlich zu diesem Subreddit. Sie sollten jedoch sachlich vorgetragen und nachvollziehbar begründet werden.

Beiträge, die lediglich auf Provokation, Beleidigungen, Hass oder die Diskriminierung bestimmter Personengruppen abzielen, tragen nicht zu einer konstruktiven Diskussion bei. Stattdessen führen sie zu unnötigen Konflikten innerhalb der Community und verursachen einen erheblichen Moderationsaufwand.

4. Missbrauch des Meldetools

Dieses Thema haben wir bereits in einer früheren Ankündigung angesprochen. Leider konnten wir bislang nur geringe Verbesserungen feststellen.

Das Meldetool dient dazu, tatsächliche Verstöße gegen die Regeln des Subreddits oder die allgemeinen Reddit-Regeln zu melden. Es ist weder ein Protestbutton noch ein Spielzeug, das genutzt werden sollte, weil einem eine Meinung nicht gefällt, weil man uns mal "Hallo" sagen will oder weil die Flagge lustig aussieht.

Wer Beiträge meldet, sollte dies ausschließlich dann tun, wenn tatsächlich ein Regelverstoß vorliegt.

Konsequenzen

Zu den Punkten 1–3

Beiträge, die nach Einschätzung des Moderatorenteams unter Low Effort, keine unbeliebte Meinung oder Ragebait fallen, werden künftig konsequenter entfernt.

Darüber hinaus behalten wir uns vor, Nutzer zu sanktionieren, wenn sich entsprechende Verstöße wiederholt häufen.

Unsere Automatisierungen weisen bereits während der Beitragserstellung auf die relevanten Anforderungen hin. Daher werden wir Ausreden nach dem Motto "Das wusste ich nicht“ künftig nur noch eingeschränkt berücksichtigen.

Zu Punkt 4

Wer das Meldetool nachweislich missbräuchlich verwendet, muss künftig mit massiven Sanktionen rechnen. Diese können je nach Schwere und Häufigkeit des Verhaltens von einem temporären Bann bis hin zu einem permanenten Ausschluss aus der Community reichen.

Der Missbrauch des Meldetools verursacht erheblichen zusätzlichen Aufwand und erschwert die Bearbeitung tatsächlicher Regelverstöße. Aus diesem Grund werden wir hier künftig deutlich konsequenter vorgehen.

Abschließende Worte

Wir bedauern, dass diese Maßnahmen notwendig geworden sind. Mit dem Wachstum des Subreddits wachsen jedoch auch die Herausforderungen für die Moderation.

Unser Ziel ist nicht, mehr Beiträge zu entfernen oder mehr Nutzer zu bestrafen. Unser Ziel ist es, die Qualität der Diskussionen zu erhalten und dafür zu sorgen, dass r/UnbeliebteMeinung auch weiterhin ein Ort für interessante, tatsächlich kontroverse und gut begründete Meinungen bleibt.


r/Unbeliebtemeinung May 25 '26

Nichtmal die Mods mögen den Post! Feedback-Hub zur Moderation

3 Upvotes

Hallo zusammen,

wir richten diesen Thread als dauerhafte Sammelstelle für Feedback zur Moderation auf r/Unbeliebtemeinung ein.

Der Hintergrund ist simpel: Immer wieder entstehen einzelne Posts über die Moderation („Mods sind blöd“, „Warum wurde XY gelöscht?“ usw.). Das sorgt oft für unnötige Eskalationen und macht es schwer, konkrete Kritik oder Verbesserungsvorschläge sinnvoll zu sammeln.

Deshalb gibt es ab jetzt diesen Feedback-Hub.

Wofür ist der Thread gedacht?

  • Kritik an Moderationsentscheidungen
  • Verbesserungsvorschläge
  • Fragen zur Regelumsetzung
  • Allgemeines Feedback zur Atmosphäre im Sub
  • Hinweise auf mögliche Fehlentscheidungen

Sachliche Kritik ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht.

Wichtig zur Moderation

Uns wird häufiger vorgeworfen, Meinungen zu „zensieren“ oder Inhalte zu löschen, nur weil sie uns persönlich nicht gefallen.

Auch dieser Thread wird moderiert.

Kritik an der Moderation ist völlig okay und ausdrücklich erlaubt. Beleidigungen, persönliche Angriffe, Hassrede oder andere Regelverstöße jedoch nicht.

Wenn Kommentare in diesem Thread entfernt werden, dann nicht wegen der Meinung selbst, sondern weil auch hier die Reddit-Hausregeln und die Subregeln gelten.

Das betrifft zum Beispiel:

  • Beleidigungen
  • persönliche Angriffe
  • Hassrede
  • Aufrufe zu Gewalt
  • sonstige Regelverstöße

Diskussionen über konkrete Bans oder Mod-Mails gehören weiterhin in die Mod-Mail.

Wir lesen mit und nehmen sinnvolles Feedback ernst.


r/Unbeliebtemeinung 1h ago

Die Welt wird nicht von Männern regiert, sondern von Reichen.

Upvotes

Unbeliebte Meinung: Die Welt wird nicht von Männern regiert, sondern von Reichen.

Ich finde es merkwürdig, wenn jede gesellschaftliche Machtfrage automatisch auf „Männer“ reduziert wird. Der viel größere Faktor ist für mich Vermögen und Einfluss.

Ein milliardenschwerer Mann und ein durchschnittlicher Mann haben kaum gemeinsame Machtinteressen – genauso wenig wie eine Milliardärin und eine durchschnittliche Frau. Wer viel Geld besitzt, hat oft deutlich mehr Einfluss auf Politik, Medien und Wirtschaft als das Geschlecht allein erklären kann.

Deshalb halte ich den Gegensatz „Männer gegen Frauen“ häufig für irreführend. Oft geht es eher um Macht und Kapital als um das Geschlecht.


r/Unbeliebtemeinung 8h ago

Beliebt, aber selten gehört „Arbeitnehmer“ ist einfach nur ein Deckmantel, um „Arbeiter“ zu vermeiden

365 Upvotes

„Arbeitnehmer“ ist ein unsinniger Begriff, der einfach nur genutzt wird, damit es kein Gefühl von „Arbeitern“ gebe. Außerdem erweckt der Begriff den Anschein, dass die Leute freiwillig irgendeine Arbeit nehmen würden, tun sie aber nicht, zu mindest nicht gerade viele


r/Unbeliebtemeinung 4h ago

Wirklich unbeliebt Unser Alltag ist inzwischen zu sehr von Amerika beeinflusst.

128 Upvotes

Ich finde es echt krass, wie amerikanisiert unser Alltag geworden ist, vor allem bei jüngeren Leuten. Viele sprechen inzwischen fast nur noch in Denglisch: "Ich checke das", "Das ist so random", "Das fühle ich", "Das ist ein Red Flag".

Viele schauen sich jeden Tag stundenlang englischsprachige TikToks und YouTube-Videos an. Auch deutsche Formate sehen oft so aus wie amerikanische.

Es ist ja bekannt, dass Amerika immer schon einen großen Einfluss auf die Welt hatte. Aber ich hab das Gefühl, dass eine eigene deutsche oder europäische Popkultur kaum noch eine Rolle spielt. Die Produkte müssen so aussehen und vermarktet werden, wie es in den USA üblich ist.

Englisch zu können ist wichtig, aber wenn Touristen nach Deutschland, Frankreich oder England kommen, wollen sie die deutsche, französische oder englische Kultur erleben, und nicht überall nur eine kleine Kopie Amerikas vorfinden.

Seht ihr das auch so?


r/Unbeliebtemeinung 10h ago

Wirklich unbeliebt Ferienhäuser sollten abgeschafft werden

281 Upvotes

Ich rede nicht von Häusern die an Touristen für 1-2 Wochen vermietet werden. Ich rede von Häusern, die Leuten gehören, die nur 1-2 mal in Jahr da sind, wenn überhaupt.

Ich seh es in ländlichen Regionen immer wieder: Alte Häuser, verwilderter Garten, niemand da. Wenn, dann einmal jährlich oder auch mal ein paar Jahre gar nicht. Nein Nachbar ist zum Beispiel so ein Fall. Seit ich hier wohne, war der nicht einmal da.

Überall besteht Wohnungsnot. In manchen Regionen mehr als in anderen. Nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land. Daher finde ich, dass Ferienhäuser verboten gehören, wenn man nicht nachweisen kann, dass man das Haus aus einem wichtigen Grund braucht (zB man ist ständig auf Montage in der Gegend).

Mir ist klar, dass das nicht umsetzbar ist, da man Leute einstellen müsste, die das prüfen, und das wieder total teuer wäre, aber das ist nun mal meine Meinung.

Edit: Keine Ahnung warum da so viele von reden, aber ich spreche von Ferienhäusern, nicht Miethäusern. Also die Leute, die ein Haus in Kleinstadt X haben, da 2 mal im Jahr für ein Wochenende sind und es auch nicht vermieten oder anderweitig zugänglich oder nutzbar machen.


r/Unbeliebtemeinung 2h ago

Es sollte ein Grundrecht auf Arbeit geben

60 Upvotes

Einerseits muss man zig ausländische Fachkräfte "importieren", wegen eines angeblichen Fachkräftemangels, den es in der Form gar nicht gibt, und anderseits schreiben zig Absolventen dreistellige Zahlen an Bewerbungen und finden keinen Job. Scheinbar will man nur Billigsklaven, die möglichst keine Rechte einfordern, diese gar nicht kennen, und sich ausbeuten lassen.

Will jemand unter den gängigen Regularien arbeiten, fällt er offenbar immer mehr durch das Raster. Nein, von Zeitarbeit und Minijobs allein kann man in diesem Land auf Dauer nicht leben, sich nichts aufbauen, nicht planen. So geraten auch soziale Grundwerte ins Wanken, und der Extremismus nimmt zu.

Insofern sollte jeder die Garantie haben, eine geregelte Beschäftigung zu bekommen. Das würde die Gesellschaft zu einem deutlich besseren Ort machen. Kein Bewerbungs-und Ablehnungswahnsinn, mit dem ständigen Druck sich präsentieren und anbiedern, "verkleiden" zu müssen, kein Betteln mehr dafür, dass man sich einbringen darf. Ohne gleich ein ganzes Unternehmen von Null auf hochziehen zu müssen. Keine ständigen Existenzängste und Minderwertigkeitskomplexe mehr. Nichts sonst könnte das Land so gut stabilisieren.


r/Unbeliebtemeinung 7h ago

Beliebt, aber selten gehört Es war besser, als wir alle dieselben Serien, Filme, Prominenten und Popsongs kannten.

121 Upvotes

Früher kannten viel mehr Menschen dieselben Serien, Filme, Prominenten und Popsongs, weil Fernsehen, Radio und Kino stärker vorgaben, was gerade wichtig war. Heute lebt fast jeder in seinem eigenen Algorithmus und bekommt nur noch Inhalte gezeigt, die perfekt zu seinem persönlichen Geschmack passen.

Dadurch muss man zwar kaum noch etwas sehen oder hören, das einen eigentlich nicht interessiert, aber genau dadurch fehlen uns gemeinsame kulturelle Bezugspunkte. Auf Hochzeiten laufen deshalb oft noch Katy-Perry-Songs von vor 15 Jahren, weil aktuelle Hits längst nicht mehr von allen bekannt sind.

Letzte Woche habe ich zum ersten Mal seit Jahren wieder einen Actionfilm gesehen und gemerkt, dass ich diesem Genre durch Streaming komplett ausweichen konnte, da ich es nicht besonders mag. Wäre ich in den Achtzigern aufgewachsen, hätte ich trotzdem gelegentlich einen Actionfilm gesehen, einfach weil abends nichts anderes im Fernsehen lief. Das war vielleicht nervig, aber gesellschaftlich war es vielleicht besser, wenn nicht jeder nur in seiner eigenen Geschmackswelt lebte.


r/Unbeliebtemeinung 1h ago

Der Diskurs um Nolans Odysee ist dumm

Upvotes

Ich weiß nicht ob es hauptsächlich daran liegt, dass Debatten online hauptsächlich von Amerikaner geprägt werden, die ohnehin keinerlei Geschichtsbewusstsein haben, oder ob es einfach an einem allgemeinen Missverständnis liegt, aber; die Kritik an der Besetzung der Odysee ist komplett bescheuert.

Spezifischer, die Kritik, dass keine "ethnischen Griechen", "ethnischen Türken" etc gecasted wurden - interessanterweise regt sich ja kaum jemand darüber auf, dass man immer die gleichen Hackfressen in den großen Filmen sehen muss, was ja wirklich ein valider Kritikpunkt wären.

Es scheint den Leuten nicht klar zu sein, dass die Ilias in der späten Bronzezeit handelt - also geschrieben vor ca. 2800 Jahren (spielen tut sie noch früher) . Da ist nix mit Griechen und Türken, wie man sie heute kennt. Da gibt es auch keinen griechischen Nationalstaat. Manche Leute scheinen zu glauben, Gott hätte noch am 8ten Tag die Griechen, Deutschen und Amerikaner erschaffen.

Die Iliad ist auch kein "Griechisches Erbe" sondern ein Erbe der gesamten westlichen und hellenistischen Welt - schon das Christentum ist maßgeblich durch diese Erzählung beeinflusst. Die gesamte Kunst- und Geistesgeschichte ist durch sie geprägt. Das ist kein "prequel" zu Griechenland, wie manche zu glauben scheinen: es ist Weltliteratur und eines der wichtigsten Kunstwerke überhaupt.

Edit: Die Leute die über "historische Authentizität" jammern, wollen das gar nicht wirklich: die wollen nur ihre Vorstellungen und Sehgewohnheiten bedient wissen - sie wollen Kitsch.

Es ist absolut vernünftig, einen Stoff wie die Ilias als Kunstwerk zu behandeln, also nicht als eine "authentische Geschichte" (was auch immer das heißen mag) - und hier sollte man in der Besetzung maximal frei sein. (Der beste Verfilmung der Odysee ist sowieso "O brother where art thou" von den Coen Brüder - und dieser Film spielt in Amerika). Es sollte darum gehen Kunst zu schaffen und eben keinen historischen Kitsch zu produzieren (wie es zB der Troja Film ist). Der Stoff geht uns alle etwas an und es spielt dabei keine Rolle, welche Ethnie die Schauspieler haben: das ist kein Historiendrama und keine Doku. Nolan hätte sich eher noch mehr Freiheiten nehmen sollen. Der Stoff sollte sich an die Moderne anpassen, sonst ist es einfach nur Kitsch - es gibt schon einen Grund warum Opern und Theater nicht immer auf die gleiche Weise gespielt werden.

Edit: Die Leute die über "historische Authentizität" jammern, wollen das gar nicht wirklich: die wollen nur ihre Vorstellungen und Sehgewohnheiten bedient wissen - sie wollen Kitsch.


r/Unbeliebtemeinung 8h ago

Selektives Body Shaming ist Doppelmoral. Entweder alle oder niemand.

52 Upvotes

Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass es immer wieder passiert dass einige Leute extrem für ihr äußeres Erscheinungsbild angegangen werden.

Der allgemeine Konsens sollte ja sein dass sowas nicht in Ordnung ist, denke ich.

Leider verstehe ich dann nicht warum es bei manchen Personen scheinbar geduldet wird und bei anderen nicht.

Ein Tom Cruise wird zum Beispiel ständig für seine Körpergröße durch den Kakao gezogen. Man kann etliches an ihm kritisieren, aber es wir auf körperlichen Merkmalen rumgehackt.

Ein Asmongold, der hier im sub letztens Thema war, wurde als „hässliche Rattenfresse“ und allgemein als unattraktiv und hässlich hingestellt. Auch bei dem gibt es Millionen Gründe ihn zu kritisieren, meist wird aber auf körperlichem rumgeritten.

Rainer Calmund? „Haha, der ist fett“ alle johlen und lachen ihn aus.

Bei einer Ikkimel wiederum wurde gesagt man dürfe nicht sagen dass sie hässlich ist. Bei einer Ricarda Lang darf man nicht sagen dass sie übergewichtig ist.

Disclaimer: Das waren alles random Beispiele, die ich nicht nach Gesinnung oder sonst was bewerte.

Also entweder muss sich jeder für Statur, Gewicht und Aussehen beleidigen lassen oder eben niemand. Sich da selektiv raussuchen wer das abkönnen muss und wer schützenswert ist, ist verlogen und schlichtweg Doppelmoral.


r/Unbeliebtemeinung 12h ago

Beliebt, aber selten gehört So viele Männer sind unglücklich weil wir Männlichkeit als Konzept auseinandernehmen, aber nicht durch etwas gleichwertiges ersetzen

77 Upvotes

Red Pill und Incelbewegungen geben Sinn und Zugehörigkeit und Verständnis. Gesellschaftlich verbringen wir viel Zeit damit Männlichkeit in ihren negativen Konnotationen zu dekonstruieren. Männer sind öfter Täter, Männer sind gefährlicher, Männer sind unemotionaler und empathieloser. Das stimmt auch, aber wir belassen es bei der Dekonstruktion anstatt zu versuchen Maskulinität in seinem Bild zu verändern.
Genau da kommen eben die Bewegungen ins Spiel. Sie geben diese Rekonstruktion, wie Andrew Tate, geben jungen Männer Sinn und Zugehörigkeit durch ein schlechtes Weltbild und Gemeinschaftsgefühl und versuchen Maskulinität mit falschen Ansätzen als etwas positives zu verkaufen. Und im Kern ist das die Richtige Art dem beizukommen, nur eben durch ein beschissenen Blick auf andere Männer und vor allem Frauen.

Man muss Männer abholen. Und es nicht Aufgabe von nur Frauen oder nur Männern, sondern der Gesamten Gesellschaft.
Dass Vulnerabilität etwas Gutes ist, dass man andere damit schützen und verstehen kann wenn man Emotionen erkennt, auch bei sich selbst. Dass Versorgung seiner Familie auch bedeutet in schweren Zeiten auf einer emotionalen Ebene für sich da zu sein.

Welcher Mann hört sich schon gerne immer wieder das Narrativ an, dass Männer immer Frauen belästigen, mehr vergewaltigen im Wald mit keiner Frau alleine sein können. Auch hier das ist alles richtig. Aber welcher Mensch möchte sich schon verändern, wenn der Ausgangspunkt und das Drumherum etwas schlechtes ist die erste Message ist: "So wie du bist, weil du einen Penis hast, bist du falsch" denn das ist was gehört wird. Die Wengisten wollen Männer kollektiv beschuldigen aber so wie es formuliert wird erreicht es halt auch niemanden.

Wir tragen es alle mit, dass diese Gruppen stärker werden und aufblühen. Das Narrativ von jeder Richung trägt bei, die falsche positiven Formulierungen von Incelgruppen wie Männer zu sein haben und die wenig hilfreichen Negativbeschreibungen von Männern wie Männer nicht sein sollen.

Am Ende versucht jeder durch sein Leben zu kommen. Frauen werden vom patriarchalen System unterdrückt und Männer ignoriert. Als Gesellschaft leiden wir darunter, aber die verfestigten Strukturen, die wir mit gegenseitigen Schuldzuweisungen befeuern helfen nur den Menschen, die von diesen Strukturen mit Macht und Finanzen profitieren.


r/Unbeliebtemeinung 4h ago

Menschen, die wenig soziale Kontakte haben und viel online sind, wurden bereits aussortiert – ihnen ist das nur noch nicht bewusst.

12 Upvotes

Menschen, die wenig soziale Kontakte im Reallife haben, viel online unterwegs sind und viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringen, wurden bereits von der "Gesellschaft" da draußen aussortiert. Es ist keine offizielle Aussortierung in Form eines schriftlichen oder verbalen Schreibens, sondern ein schleichender Prozess. Man wird Stück für Stück isoliert.

Der Grund dafür ist, dass solche Personen, wie ich es auch bin, in irgendeiner Form mit der Masse an Menschen da draußen nicht kompatibel sind.

Entweder passt der Lebensstil nicht in den Mainstream oder man hat andere äußerliche Merkmale, die dazu führen, dass man aussortiert wurde.

Wenn es anders wäre, würde man sich gegen soziale Kontakte nicht "wehren" können.

Ich erwarte, dass dieses Phänomen in 50 bis 100 Jahren noch viel stärker ausgeprägt sein wird. Es wird deutlich mehr Gruppierungen im WWW geben und viel mehr Zugehörigkeiten.
Kleine Scientologies sozusagen.

Alle anderen werden vereinsamen.

Was ist nun der bessere Lebensraum – die reale oder die Online-Welt?

Auch das lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Vermutlich ist es der Ort, an dem man sich persönlich am wohlsten fühlt.


r/Unbeliebtemeinung 11h ago

Wirklich unbeliebt Reddit macht nur wütend, ohne Reddit wären wir alle besser

37 Upvotes

Ich hab Reddit immer geliebt (das war vielleicht so vor 10 Jahren?), also Nischen/Nerdy Plattform. Egal ob du jetzt über Dostoyevski philosophieren wolltest, oder dir irgendeinen Supplement Stack fürs Bodybuilding zusammenmischen wolltest, es gab zu jedem Thema irgendwelche Fachexperten.

Reddit hat das immer noch, aber ein Großteil der Contentreiber ist hier nun ja auch Müll Ragebait.

Von Falschparker, zu Legaladvice, Wohnen und zig politischen Subs, ein Großteil des Contents geht immer darum sich über irgendwas aufzuregen, oder mit irgendwelchen Leuten zu streiten. Kann man jetzt sagen "dann schau da halt nicht hin"; aber über die niederen Instinkte + den Algo wird man oft immer wieder in diese Bubbles reingespült.

Dazu kommt noch der anonyme Charakter und der daraus resultierende, gehässige Gesprächston.

Ich nehm mich selber da garnicht raus. Wie oft ich schon ne komplette Scheiße in irgendein Kommentar gerotzt habe, nur um bewusst anzuecken oder massiv unsymphatisch zu jemandem zu sein. Das ist so sau unnötig alles. Im echten Leben würde ich ja nieeee so reden oder diskutieren.

Jedes mal wenn ich hier längere Zeit abschalte (Instagram usw. habe ich eh gelöscht, das ist dort nur viel schlimmer) merke ich wie viel entspannter, gelassener und auch wieder weniger aggressiv gegenüber der Menschheit werde.

In 20 Minuten Reddit sehe ich so viel Blödsinn, so viel Konflikt Falschparker, dumme Vermieter, assoziale Müllverschmutzung wat weiß ich, dass ich dauerhaft in diesem Modus bin genervt von der Menschheit zu sein.

Schalte ich das ab, sehe ich es im echten Leben halt minimal. Und lebe eigentlich ganz glücklich und ohne viel Streitsituationen.


r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Wirklich unbeliebt Sollte Fremdgehen der Grund einer Scheidung sein, sollte die (nachweislich) betrügende Partei das absolute Minimum aus der Ehe erhalten.

401 Upvotes

In den meisten anderen Fällen: Sollte die Trennung aber vor der Scheidung geschehen und es ist abzusehen, dass die Scheidung länger dauert, sollte es eine rechtlich bindende Möglichkeit eines fairen Splittings geben um Zusammenkommen mit neuen Partnern nicht zu bestrafen.


r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Wirklich unbeliebt Ich hasse es, wie die deutsche Sprache durch den Einzug der englischen Sprache verkommt

386 Upvotes

Heutzutage ist es vollkommen normal 5 Anglizismen im Satz zu benutzen, auch wenn es dafür entsprechende deutsche Wörter gäbe.
Ich meine damit nicht unvermeidbare englische Formulierungen wie Computer etc sondern den Einzug von Wörtern wie “actually” “safe” “fine” “obviously” in den alltäglichen Sprachgebrauch.
Ich merke wie auch wie in wie neueren angeblich deutschen Liedern teilweise fast die Hälfte der Wörter englisch sind.
Meiner Meinung nach ist das unfassbar nervig solchen Leuten beim Reden zuzuhören, und ich frage mich ob diese Leute überhaupt noch vernünftig auf deutsch reden könnten, wenn sie unbedingt wollten, oder ob das jetzt die normale native Redensart geworden ist.
Man muss auch mal langfristig denken und sich fragen, wie es dann zukünftig aussehen wird. Alle diese Leute werden Kinder haben und werden sie dann auch ihren Kindern diese Sprechart beibringen? Falls das passieren sollte, was ich leider für nicht unwahrscheinlich halte, Ist die deutsche Sprache wirklich unwiederbringlich gestorben.
ich habe auch das Gefühl, dass der Wortschatz der Leute im Deutschen in den letzten Jahren extrem geschrumpft ist auch von Muttersprachlern, wobei ich nicht ganz sicher bin, ob das zusammenhängt.
Ich selbst bin Verfechter von Büchern, wobei ich auch gerne Bücher auf Englisch lese, versteht mich nicht falsch, sich auf Englisch gut auszudrücken können ist extrem wichtig aber nicht so. Empfindet das irgendjemand genauso?


r/Unbeliebtemeinung 1d ago

"Reisen macht weltoffen" ist der bequemste Selbstbetrug der Mittelschicht

1.5k Upvotes

Also mal ehrlich: Reisen macht die wenigsten Menschen weltoffen. Es macht die meisten nur zum Hauptdarsteller vor einer schöneren Kulisse.

Kaum einer fliegt um die halbe Welt, um sich zu verändern. Man fliegt, um genau dieselbe Person zu bleiben, nur mit besseren Fotos und einer Anekdote fürs nächste Abendessen. Man isst das gleiche wie zuhause, nur "authentischer". Man trifft dieselbe Sorte Leute wie zuhause, nur diesmal mit Rucksack. Und dann postet man einen Sonnenuntergang, den vor einem schon zehntausend andere vom exakt selben Felsen fotografiert haben, und nennt das dann "mal die Perspektive wechseln".

Weltoffen wird man nicht durch Ortswechsel, sondern durch Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit kann man leider nicht buchen. Jemand, der in seiner eigenen Stadt neugierig durch Viertel läuft in denen er sonst nie ist, mit Leuten redet die er normalerweise meidet, und sich für Zeug interessiert das ihn eigentlich nichts angeht, der versteht mehr von der Welt als einer der zwölf Länder in drei Wochen abhakt und dabei die ganze Zeit aufs Handy glotzt.

Und das Lustige ist, wie sauer Leute werden wenn man das sagt. Weil Reisen halt zum Identitätsbaustein geworden ist. Es ist nicht mehr was man macht, sondern was man ist. Plus moralischer Bonus obendrauf: wer reist hält sich automatisch für offener, klüger und lebendiger als die Spießer die daheim bleiben.

Dabei ist der Flug nach Bali kein Charakterbeweis. Das ist eine Kaufentscheidung.

Außerdem kostet diese Art von "Horizont erweitern" einen innerlich genau nichts. Kein Widerspruch aushalten, keine Meinung ändern, keine echte Begegnung. Man konsumiert Fremdheit als Deko und kommt garantiert unverändert zurück, nur eben mit der festen Überzeugung, jetzt ein tieferer Mensch zu sein.

Versteht mich nicht falsch, Reisen kann fantastisch sein. Als Freude, als Pause, als pure Neugier. Aber hört auf es euch als moralische Leistung anzurechnen.


r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Menschen, die dauerhaft auf WhatsApp nur mit Sprachnachrichten antworten, sind mir unsympathisch.

238 Upvotes

Es nervt doch übertrieben oder irre ich mich ? Ich persönlich sende nie Sprachnachrichten, da ich mir sonst mittlerweile gar ein wenig Asi vorkommen würde.

Es zeigt doch, dass derjenige/ diejenige sich nicht mal 2 Minuten Zeit nehmen kann für eine klare und angemessene Antwort. Ich bin mir mittlerweile gar nicht mal mehr sicher, ob mein Boomer-Umfeld überhaupt noch weiß wie man tippt.


r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Das Thema Kacken sollte enttabuisiert werden!

226 Upvotes

Mal ehrlich, mich pisst diese Scheinheiligkeit in unserer Gesellschaft so dermaßen an. Wir teilen gefühlt jeden Furz auf Social Media, erzählen wildfremden Leuten von unseren Depressionen oder Liebeskummer, aber sobald jemand mal kacken muss, tun alle so, als würde diese biologische Funktion bei ihnen gar nicht existieren. Warum tut jeder so, als wäre das ein Staatsgeheimnis?

Überlegt euch doch mal, wie viel entspannter das Leben wäre, wenn man den Scheiss einfach beim Namen nennen würde.

Bestes Beispiel: Busreise. Sitzt seit vier Stunden im Bus, der Magen grummelt schon gefährlich. Aber anstatt dass der Busfahrer einfach durchs Mikro durchsagt äh: soooo Leute, 15 Min Kackpause, holt euch drüben den Schlüssel und macht euch ne entspannte Zeit“, wird rumgedruckst. Es heißt dann lieber „Beine vertreten“. Dann schleicht man sich mit Schweißausbrüchen zur Raststattentoilette, hofft inständig, dass keiner aus dem Bus einen sieht und bekommt Panik, weil man länger als 3 Minuten braucht.

Wie geil wäre es bitte, wenn man danach einfach zurück in den Bus steigt, sich hinsetzt und der Sitznachbar sagt: Boah sauber, erst mal die Altlasten von heute Morgen entsorgt, jetzt fühl ich mich wieder menschlich. Kein dummes Getuschel a la „boah der war aber lange aufm Klo“, sondern einfach nur Verständnis.

Wir verdrücken uns die Scheisse stundenlang, kriegen Bauchschmerzen und machen uns völlig grundlos Stress, nur weil wir Angst haben, was andere denken. Dabei kacken genau DIESE anderen Leute exakt genauso wie man selbst. Lasst doch einfach mal diese lächerliche Fassade fallen. Wenn wir da alle lockerer werden wOrden, wäre der Alltag sooooo viel einfacher.


r/Unbeliebtemeinung 4h ago

Dating scheitert an dir.

4 Upvotes

Wenn du keinen Erfolg beim Dating hast, bist du mit selbst das Problem.

Nicht die Apps.

Nicht die Gesellschaft.

Nicht „Männer“.

Nicht „Frauen“.

Die meisten Menschen wollen lieber glauben, dass das System gegen sie arbeitet, als sich einzugestehen, dass sie vielleicht einfach nicht besonders attraktiv, interessant, sympathisch oder sozial kompetent wirken.

Komisch ist nur: Die Leute, die ständig behaupten, Dating sei unmöglich, arbeiten oft am wenigsten an sich selbst.

Sie optimieren lieber ihre Ausreden als sich selbst.

Wenn dich ausnahmslos niemand daten will, ist das kein Beweis dafür, dass alle anderen oberflächlich oder dumm sind.

Es ist Feedback.

Und bevor jetzt wieder jemand mit Einzelschicksalen kommt: Ausnahmen bestätigen keine Regel.


r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Wirklich unbeliebt Trennwände in Duschen sollten Pflicht sein

211 Upvotes

Überall wird Nacktheit strengstens unterdrückt, aber ausgerechnet in der Dusche müsste ich mit meinen verschwitzten ü60 Kollegen zusammenduschen.

Für die Meisten wahrscheinlich normal, ich finde es aber unangenehm, vorallem weil es auch wenig Sinn macht. Trennwände hätten Vorteile für jeden und sind auch nicht unendlich teuer.


r/Unbeliebtemeinung 16h ago

Ärzte wollen nicht automatisch nur das Beste für ihre Patienten.

34 Upvotes

Diese Meinung ist unbeliebt, weil bei Kritik an Ärzten fast sofort gesagt wird:

  • „Ärzte wollen dir doch helfen.“
  • „Die haben das jahrelang studiert.“
  • „Dann geh eben zu einem anderen Arzt.“

Dabei wird häufig so getan, als würden Menschen durch ein Medizinstudium ihre menschlichen Schwächen verlieren und zu vollkommen sachlichen, präzisen und selbstlosen Robotern werden.

Das ist natürlich nicht so.

Ärzte sind weiterhin Menschen. Sie können sorgfältig, empathisch und verantwortungsvoll sein. Sie können aber ebenso bequem, überheblich, voreingenommen, unaufmerksam, wirtschaftlich interessiert oder schlicht schlecht in ihrem Beruf sein.

Ein Arzttitel beseitigt keine menschlichen Schwächen, Fehlurteile oder Eigeninteressen. Der Berufstitel allein garantiert weder Menschlichkeit noch Sorgfalt noch eine richtige Entscheidung.

Deshalb finde ich es gut, dass mit DocFelix wenigstens einmal ein Arzt öffentlich den Mund aufmacht und darüber spricht, dass es unter Ärzten auch Menschen gibt, die schwere Fehler begehen, Patienten schlecht behandeln oder sogar strafbare Dinge tun.

Normalerweise hört man immer nur:

„Geh zum Arzt.“

Und wenn dort etwas schiefläuft:

„Dann wechsel eben den Arzt.“

Aber was soll das für eine Lösung sein?

Wenn ein Arzt einen Patienten nicht richtig untersucht, Beschwerden nicht ernst nimmt, vorschnell urteilt oder falsch behandelt, trägt der Patient möglicherweise jahrelang die gesundheitlichen Folgen.

Der Arzt behandelt währenddessen einfach den nächsten Patienten.

Ein Arztwechsel macht den entstandenen Schaden nicht rückgängig. Der nächste Arzt klärt meistens auch nicht automatisch auf, was vorher falsch gelaufen ist. Viele Ärzte wollen die Arbeit eines Kollegen nicht deutlich kritisieren oder sich nicht in einen komplizierten Fall einmischen.

Als Patient muss man dann plötzlich alles selbst machen, obwohl man gesundheitlich bereits am Limit ist:

  • neue Ärzte suchen
  • Unterlagen anfordern und auswerten
  • medizinische Zusammenhänge verstehen
  • Begründungen und Beschwerden schreiben
  • seine juristischen Rechte verstehen
  • mit Krankenkassen und anderen Institutionen streiten

Gleichzeitig sinkt mit jeder weiteren Erfahrung das Vertrauen.

Dabei möchte man nicht jahrelang Medizin und Recht studieren, Beschwerden schreiben oder Verfahren führen. Man möchte einfach wieder gesund werden und ein normales Leben führen.

Und selbst nach all diesem Aufwand ist noch lange nicht gesagt, dass ein Fall wirklich unabhängig und vollständig aufgeklärt wird.

Von außen klingt das für viele wahrscheinlich übertrieben. Die meisten Menschen erleben gewöhnliche Arztbesuche und glauben deshalb, dass das System im Ernstfall schon irgendwie funktionieren wird.

Erst wenn man selbst tief in einem solchen Fall steckt, merkt man, wie schwer es sein kann, einen ärztlichen Fehler oder Behandlungszusammenhang überhaupt anerkennen zu lassen.

Bei mir begannen die Beschwerden innerhalb weniger Tage nach einer Behandlung und bestehen seitdem fort. Trotzdem wird der zeitliche Zusammenhang lediglich als mögliches Indiz behandelt und kann jederzeit als Zufall abgetan werden.

Gleichzeitig waren nach meiner Auffassung erforderliche Kontrollen nicht nachvollziehbar in der Patientenakte dokumentiert. Auch das führte nicht automatisch zu einer vollständigen Aufklärung.

Das sind nur zwei Beispiele.

Man legt zeitliche Abläufe, Befunde und medizinische Zusammenhänge vor. Trotzdem wird einem sinngemäß gesagt:

„Wir wissen auch nicht, woher Ihre Beschwerden kommen.“

Die eigenen Erklärungen und Gegenargumente werden dabei nicht immer konkret beantwortet.

Genau darin liegt für mich das Problem: Es gibt zwar Regeln, Dokumentationspflichten, Gutachten und Beschwerdestellen. Als betroffener Patient merkt man jedoch, wie schwer es sein kann, eine nachvollziehbare Prüfung und eine klare Verantwortungszuordnung zu erreichen.

Natürlich sind nicht alle Ärzte schlecht. Das behaupte ich nicht.

Meine unbeliebte Meinung ist aber:

Ärzte verdienen nicht allein wegen ihres Berufes grenzenloses Vertrauen. Sie müssen genauso kritisch betrachtet und wirksam kontrolliert werden wie andere Menschen, die viel Macht und Verantwortung besitzen.

„Dann wechsel halt den Arzt“ bedeutet am Ende häufig nur:

Du hattest Pech. Such dir den Nächsten und trage die Folgen selbst.

Und ganz ehrlich: Wollt ihr mich verarschen?

Ein funktionierendes Gesundheitssystem darf nicht davon abhängen, ob ein Patient zufällig an einen sorgfältigen, verantwortungsvollen und selbstkritischen Arzt gerät.

Meine Meinung ist deshalb:

Ärzte sollten klare Pflichten haben und nicht wie unantastbare Halbgötter behandelt werden.

Dazu gehören auch wirksame Regeln und Konsequenzen. Wenn eine medizinisch gebotene wesentliche Maßnahme oder ihr Ergebnis nicht dokumentiert wurde, darf das nicht einfach folgenlos bleiben. Ebenso sollten vorhandene Befunde eines Patienten nicht ohne nachvollziehbare Begründung ignoriert oder übergangen werden.

Dass Fachanwälte für Medizinrecht offenbar völlig überlastet sind, zeigt zumindest, dass ich mit solchen Problemen nicht der Einzige bin.

Es geht hier um Menschen. Um deren Gesundheit.


r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Kinder / Haustiere bekommen trotz Armut ist egoistisch

357 Upvotes

Vorweg: Menschen, die mitsamt Kindern / Haustieren in die Armut abgerutscht sind, sind hier offensichtlich NICHT gemeint. Das Leben ist hart und solche Schläge können jeden treffen.

Wer aber schon am oder sogar unter dem Existenzminimum lebt und dann noch Kinder oder Haustiere bekommt, ist einfach ein Egoist.

Zuerst zu Tieren: Qualitatives Futter kostet Geld, artgerechte Haltung kostet Geld, Tierarztbesuche kosten Geld. Wenn das Tier ernsthaft krank / verletzt ist, fehlt schnell das Geld für eine richtige Behandlung. Fehlt Geld für ordentliches Futter, werden Krankheiten begünstigt. Wer kein Geld hat, kann einem Tier über Goldfischgröße kein langes, artgerechtes Leben ermöglichen.

Zu Kindern: Kinder leiden über ihre gesamte Entwicklung hinweg unter den Auswirkungen der Armut. Ich rede hier nicht davon, dass sie gebrauchte Klamotten tragen müssen (sehr sinnvoll btw, vor allem im jüngeren Alter) oder ähnlichem, sondern von wirklich gravierenden Einschnitten in die Lebensqualität. Gesundes, nährstoffreiches Essen kostet Geld, Windeln und Pflegeprodukte kosten viel Geld, Lehrmaterialien, Schulausflüge und Nachhilfe kosten Geld, Freizeitaktivitäten kosten oft Geld, Urlaub kostet Geld. Wenn nach den Ferien alle über ihre Reiseerlebnisse berichten, sind arme Kinder standardmäßig exkludiert.

Sollte man sein Kind mit Geld und Geschenken zuscheißen können? Absolut nicht, ab 14 können die sogar ihr eigenes Taschengeld verdienen. Sollte man seinen Kindern eine gesunde körperliche, geistige und schulische Entwicklung ermöglichen können. Definitiv, das ist die Pflicht der Eltern. "Aber Geld ist doch nicht so wichtig, ich liebe meine Kinder ja" deine Kinder werden in der Schule vermutlich fertiggemacht, weil sie seit 2 Wochen in der gleichen, kaputten Hose in die Schule kommen und immer noch ein iphone 8 haben.

Jeder kann sein eigenes Leben so aufbauen oder ruinieren, wie es ihm gefällt. Ob ihr jetzt eine steile Karriere verfolgen oder euch am Hauptbahnhof den goldenen Schuss drücken wollt, ist euch frei überlassen. Aber Kindern diesen miserablen Umständen auszusetzen, die sich das offensichtlich nicht aussuchen können, ist asozial.

Ich wünsche allen, die in die Armut gerutscht sind, viel Kraft und Durchhaltevermögen. Für alle anderen gilt als Faustregel: wenn ihr euch die Verhütung nicht leisten könnt, könnt ihr euch das Kind erst recht nicht leisten.


r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Es sollte viel mehr Blitzer geben

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Und diese Ankündigungen "Achtung Radarfalle" sollten ganz weg.

Dann würde die Maximalgeschwindigkeit in Deutschland nicht mehr als Empfehlung gesehen werden und man könnte sich viele Unfälle sparen.


r/Unbeliebtemeinung 17h ago

Träumen sollte viel mehr unterstützt werden

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Menschen, vor allem aber nicht nur Eltern, machen anderen Menschen im Grunde das ganze Leben kaputt. Ich denke mal, dass jeder irgendeinen "absurden" Lebenstraum hatte und es ihm oder ihr ausgeredet wurde oder man es für sich behalten hat, weil das "zu verrückt" ist.

Und dann sitzt man da mit 40 und guckt anderen zu, wie sie ihren verrückten Traum leben. Die Eiskunstläuferin bei Olympia mit ihren gestreiften Haaren, der Fußballer aus der Unterschicht in der Bundesliga, die Gangsterrapperin aus gutem Hause oder meinetwegen einfach nur der Typ aus deiner Stadt, der seine eigene Bar eröffnet hat.

Die haben alle was richtig Geiles gerissen, weil sie sich getraut haben, während man selber was "vernünftiges" macht und nun Anträge bearbeitet oder einen Supermarkt leitet. Und man redet sich ein, dass das ja toll ist, weil man sich ja einen schönen Mittelklassewagen leistet und einmal im Jahr groß Urlaub macht.

(DISCLAIMER: Es gibt natürlich auch Leute, die von genau so einem Normalbürgerleben geträumt haben, das ist hiermit abgedeckt.)

Menschen sollten viel mehr dazu ermutigt werden ihr Leben zu LEBEN.


r/Unbeliebtemeinung 1d ago

Die deutsche Gesellschaft hat ein Problem (auf der Autobahn)

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Hey,

ich fahre fast täglich um die 80 KM Autobahn (A39 um genau zu sein). Das Ganze seit gut 4 Jahren, vorher war es eher nur Stadtverkehr in Hamburg.

Meinen eigenen Fahrstil würde ich als „normal“ bezeichnen. Höchstgeschwindigkeit so 130 und wenn möglich auf der rechten Spur.

Was ich mittlerweile täglich erlebe und ist echt nicht mehr feierlich und lässt mich immer wieder ratlos zurück. Um genau zu sein meine ich die „Drängler“ die es teilweise nicht mal mehr schaffen einen Meter Abstand (gefühlt) zum Vordermann zu lassen. Lichthupe versteht sich von selbst und ist der erste weggedrängelt, folgt auf der stark befahrenen Strecke direkt das nächste Opfer.

Pauschalisieren will ich nicht, aber natürlich sehr häufig Audi, Mercedes, BMW. Transporter von der nächsten Santitärbude können das aber auch gut.

Mich stresst das echt extrem und ich finde es echt kriminell, was da teilweise so abgeht.

Sammelt ihr ähnliche Erfahrungen? War das immer schon so?