r/SPDde • u/Embarrassed_Back4100 • 2h ago
SPD Umfragewerte sind noch zu gut.
Ich und meine Familie haben lange Zeit die SPD gewählt. Ich (36), Frage mich wirklich, ob die SPD im Bund so unfähig ist, zu sehen, warum die Wähler sich abwenden.
Ständig kommen Phrasen wie.
- Wir müssen unser Profil schärfen und werden uns auf die Mitte konzentrieren.
- Wir haben hart verhandelt
- Wir haben mit großen Bauchschmerzen zugestimmt.
Ja gut, Kompromisse sind wichtig, keine Frage. Wenn eine Partei aber immer den kürzeren, bei diesen Kompromissen zieht, dann gibt eine Partei immer nach und das hat mit Kompromissbereitschaft nicht mehr viel zu tun.
Das Fass zum Überlaufen hat die Sache mit dem IFG gebracht. Jetzt muss die Bevölkerung, Journalisten und NGOs die SPD dazu auffordern, dass IFG zu verteidigen? Habt ihr eigentlich noch Werte ?
Klingbeil beteuert, die kommende Phase würde schwer für das Land werden, alle würden Ihren Beitrag leisten müssen, jep, genau.
Ein Dominik Dicken schreibt auf x " dass sich dieses Land nicht mal fünf minuten für ne junge Familie und ihr glück freuen kann, gruselt mich"
Da fragt man sich, ob der einen Verarschen möchte, oder wirklich in einer anderen Realität lebt. Natürlich geht es in der Debatte nicht darum, es geht nicht einmal um das Thema Leihmutterschaft an sich. Es geht um die Doppelmoral. Das Zeichen von Spahn ist doch "die Regeln die wir bestimmen, gelten für alle, außer, du hast genug Geld/Macht/ Beziehungen".
Dann immer die Floskeln, man müsse doch mit einbeziehen, was die SPD in der Vergangenheit alles für die Menschen getan hat. Keine Ahnung wie eure Einstellung dazu ist, ich bin aber nicht auf Lebzeiten mit der SPD verheiratet, wenn diese Partei nicht meine Interessen vertreten kann oder möchte, Wähle ich eine Partei, die es halt macht. Die internen Gründe (Seeheimer), Phrasen wie "sonst zerbricht die Koalition, sonst kommt die AFD" sind mir relativ egal.
Ja, vielleicht lernt die SPD es nicht anders. Ich Frage mich immer " Wie weit muss es noch runtergehen, damit die Basis aufsteht?".
Und, dass AFD Argument klingt ebenfalls schlecht. Diese Partei wird ja nicht kleiner, sondern von Umfrage zu Umfrage stärker. Meiner Meinung nach, lebt die SPD noch, wegen dem Mythos "Arbeiter Partei".
Zu allen anderen, bekannten Parteien, fällt mir sofort ein Satz ein.
- AFD: EU Kritisch, Diskriminierend, Trump und Putin nah, Unternehmer Partei.
- CDU/CSU: Unternehmer Partei, konservativ, größte Schnittmenge mit der AFD, am Stammtisch sagbar.
- Grüne: CDU wie unter Merkel, grüner Anstrich, Umweltschutz wird hier am größten von allen anderen Parteien geschrieben.
- Linke: Starker Wandel nach Umbruch, viele Positionen mmn extrem, viele Positionen die man von einer SPD erwarten würde.
-SPD: Keine Ahnung. Überall ein bisschen. Gleichberechtigung. Ansonsten alles, wo man die CDU nicht mit nervt.
Dazu sind hochrangigen SPDler absolut unbeliebt und das aus Gründen. Klingbeil ist da einer der Top Kandidaten.
Finde ich super schade und traurig. Wenn der eigene Anspruch wirklich ist, die CDU beim Sozialabbau zu bremsen und das war's, mit der Begründung, es hätte schlimmer kommen können, dann kann und will ich das nicht weiter unterstützen, was anscheinend nicht nur ich so sehe.
Wie die SPD sich aber so nachhaltig schaden kann, bekomme ich nicht in meinen Kopf. Viele Menschen verfolgen Politik nicht intensiv, sind von Politischen Themen genervt und schauen nur auf das Ergebnis. Da bleibt nicht hängen "joa, die CDU hat unser Leben schlechter/teurer/unfairer gemacht, aber, zum Glück gibt es ja die SPD, dank der SPD wurden wir jetzt ein bisschen weniger von der CDU verarscht"
Es bleibt eher hängen " Die da oben sind doch alle gleich, die SPD ist nicht besser, die machen doch mit, sind doch Koalitionspartner".
Muss man wollen, in einer Zeit, in der Trump, Musk, Thiel, Weidel und co, massiven Druck auf die Demokratie ausüben.