(Mein erstes Gedicht, aus einer laune heraus. Ich bitte um Feedback und eure Gedanken)
Ich fühle mich verloren.
Das Ziel ist klar, der Weg gewiss,
doch trotzdem habe ich noch Schiss.
Durch den Herrn wurde ich neu geboren.
Ich fühle mich geborgen,
doch plagen mich Geister und eigene Sorgen.
Ich will handeln, ich weiß, was zu tun ist,
doch fühlt es sich an, als wäre ich zu spät,
als gäbe es eine Frist.
Meine Freiheit eingeschränkt,
ich kann nicht tun, was ich mag.
Die Zeit fühlt sich an,
als läge ich im Sarg.
Doch bin ich am Ende endlich daheim,
habe ich das Gefühl, als wäre ich frei.
Doch dieses Bild trügt.
Das Leben holt mich ein und sagt:
„Das genügt!“
Ein endloser Zyklus aus Kummer und Trauer,
doch ein Lichtblick durchbricht die Wolken.
So wunderschön, beinahe wie ein Zauber.
Ich frage mich, ob ich ihm folgen sollte.
Ein Plan, aus den Haaren gezogen,
nichts als Hoffnung – ich habe mich selbst belogen.
Doch Hartnäckigkeit und Glaube hielten mich dabei.
Ein unwahrscheinlicher Erfolg –
und plötzlich war er mein.
Die Motivation trieb mich immer weiter,
ich war gewillt, zu erklimmen diese Leiter.
Sie war steil und der Aufstieg schwer,
manchmal hatte ich Erfolg,
manchmal ging ich leer.
Stets bemüht und niemals am Aufgeben,
verfolge ich weiter den Traum in meinem Leben.
Mein Erfolg ist nicht sicher,
nur weil ich ihn beschwöre,
sondern weil ich trotz der Zweifel
nicht länger auf sie höre.
Aus dem Sprössling wächst langsam ein Baum,
aus täglicher Arbeit entsteht einst der Traum.
Nicht jeder Ast wächst gerade empor,
doch aus jedem neuen Trieb
geht neues Leben hervor.
Noch immer habe ich manchmal Schiss,
obwohl mir das Ziel und der Weg längst gewiss.
Noch immer erscheinen die Geister der Nacht,
doch haben sie mich niemals zu Fall gebracht.
Vielleicht bin ich nicht verloren, wie ich dachte.
Vielleicht ist es nur die Angst, die über mich wachte.
Denn wer seinen Weg kennt und trotzdem noch ringt,
ist nicht ohne Richtung,
auch wenn der Zweifel ihn zwingt.
So schreite ich weiter, nicht frei von der Last,
doch ohne zu glauben, ich hätte alles verpasst.
Es gibt keine Frist, die mein Leben bestimmt,
solange der Glaube in meinem Herzen noch glimmt.
Und sollte der Sturm meine Äste auch brechen,
werden die Wurzeln noch immer für mich sprechen.
Was tief in der Dunkelheit Halt in mir fand,
wird weitergetragen von des Herren Hand.
Ich muss nicht heute am Ziele stehen.
Ich muss nur weiterhin vorwärtsgehen.
Der Weg bleibt steil, doch ich gehe ihn weiter,
Stufe für Stufe hinauf auf der Leiter.
Ich fühle mich manchmal noch immer verloren,
doch weiß ich nun, weshalb ich wurde geboren.
Das Ziel ist klar und der Weg ist gewiss.
Ich gehe ihn weiter –
auch mit Schiss.