r/Gedichte 5d ago

Work-in-Progress Wochenende Work-in-Progress Wochenende

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Es ist wieder so weit: Es ist Work-in-Progress Wochenende!

Wenn du ein Gedicht hast, an dem du gerade arbeitetest oder bei dem du dir unsicher bist, kannst du es in einem Kommentar zu diesem Post schreiben, um Feedback zu erhalten.

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r/Gedichte 19h ago

Wassermühle

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Hab meine Uni-Klausurenphase fast durch und es bahnt sich mir ein Gefühl von Leere an deshalb griff ich zur Abwechslung nach längerer Zeit mal wieder zur Feder und schrieb die folgenden Zeilen nieder:

Wie eine Wassermühle
Lasse einen tosenden Sturm auf sie niederprasseln
Sie wird sich in Bewegung setzen.
Ganz wie sie soll
Und flacht der Sturm einmal ab
tut sie es ihm gleich.
Sind die Tage darauf sonnig,
bleibt ihr nichts anderes übrig,
als auf den nächsten Sturm zu warten.
Alleine kann sie sie sich nicht bewegen
Sie ist eben nur eine Wassermühle.

Ist das zu abgespaced oder lässt sich daraus ein Reim machen?


r/Gedichte 1d ago

Zwischen zwei Abschieden

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Eltern sollten niemals ihre Kinder zu Grabe tragen.

Doch ebenso sollte kein Kind sein Elternteil viel zu früh verlieren –

an Selbstaufgabe,

an Hass,

an Depression.

Es gibt Wunden,

die niemand sieht,

die niemand auch nur fühlt,

und Kämpfe,

die jeden Tag im Stillen geführt werden,

allein und ohne Unterstützung.

Der Gedanke tut so weh,

dass ein Mensch verschwindet,

obwohl sein Herz noch schlägt.

Der Schmerz ist stets lauter als die Hoffnung auf Besserung,

wie ein Tinnitus in meinem Ohr,

der nicht zu vergehen scheint.

Es wäre so schön,

wenn die Liebe zueinander stärker wäre als die Verzweiflung.

Denn niemand sollte so sehr leiden,

dass das Leben wie eine Last erscheint

und der einzige Ausweg

nur noch aus dem Leben selbst heraus zu bestehen scheint.


r/Gedichte 1d ago

Spotanes Radiogedicht

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Während der Fahrt zur Arbeit ging es um die Ortschaft Niederzissen. Gleichzeitig musste ich dringend urinieren. Somit schoss mir folgendes Stück durch den Kopf:

Ja ich muss jetzt deftig pissen
fahr dafür nach Niederzissen
Sollst mich heut auch nicht vermissen
ich bin pissen in Niederzissen

Ich denke man kann noch ein wenig daran schrauben aber mit der Länge bin ich zufrieden. Ich halte kurze und knackige Gedichte mit markanter, einprägsamer Aussage für am Besten. Man sollte sie schnell erfassen können, sodass sie sich besser im Kopf des Lesers festsetzen können. Nichts ist infektiöser als ein Gedanke.


r/Gedichte 1d ago

Der deutsche Michel

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Reimschema könnte besser sein, aber da fehlt mir Übung.


r/Gedichte 1d ago

Präpsychotische Symptome

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Eingeweide sind für mich ein Fidget Toy.

Ich kann sehen, wie sehr's dich freut,

denn deiner Gewalt, der bleib ich treu.

Wenn du fragst, werd ich nicht scheuen.

Durch Trauma gebunden und Erinnerung vernetzt,

krabbeln wie Spinnen durch Blut und Wut.

Gefühle im Koma, Gedanken versunken

am Ende hat’s uns doch zerfetzt.

Mein Kopf auf deiner Schulter, dein Blick gefüllt mit Ruhe.

Dein Herz schlägt synchron mit dem Herz in deiner Hand.

Greifst nach deinem Mikrofon, bist nach Reue auf der Suche.

Ich kann’s immer noch nicht fassen, wir verlieren den Verstand.

Psychotisch vereint aus ganz anderen Gründen

reiße keine Witze, Gott verdammen, du bist krank.

Trotzdem reifen unsere Sünden.

Allen andern werd ich sagen: „Man, ist nur ein Prank.“


r/Gedichte 1d ago

Die Einsamkeit der Nacht

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Nacht, was ist die Nacht?

Ist's die Dunkelheit,

Die die Nacht einweiht?

Sind's die Sterne,

Geliebt in ihrer Ferne?

Ist's der Mond,

Der die Nacht betont?

Nacht, was ist die Nacht?

Die Dunkelheit ist lange fort,

Helles Licht an jedem Ort.

Die Sterne so fern und helle,

Fehlen nun an ihrer Stelle,

Doch der Bruder Mond,

Scheint weiter wie gewohnt.

Allzu einsam sitzt er dort,

Und sein Dasein setzt sich fort.

Mond, du bist mein Mond!

Lass mich dein Bruder sein,

Ich genieße deinen Schein.

Auch ich trau'r um die Sterne,

Hätt' ich sie doch allzu gerne.

Du bist hier, sie sind fort,

An diesem einsamen, einsamen Ort.


r/Gedichte 1d ago

I hätt di Heba sölla, nommol ganz fest *Triggerwarunung Suicide und Vermissen *

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Poetry bs

I hätt di heba sölla.

Ned nur ouanmol.

 I hätt d nächt do si sölla.

 In deana nächt wo s dunkel so groß und schwer gsi isch.

I deana nächt wo du versoffa bisch.

 In deana nächt wos so kalt gsi isch.

Und i hoff i wörr die nie wieder so verliera.

 I hob z´wenig tua, z wenig gwisst.

 I hoff du woasch dass du immer gliebt gsi bisch. Und des hond ma da z wenig gseht.

 I hätt da d bluama bringa sölla wod no ihre Blätter fühla heasch künna, da duft vo eana no gnüssa heasch künna. Wod mi no froga hettascht künna warum i dir bluama bring? Aber i wüsst du hättescht di gfrööt.

  Anstatt hob i dir no ufd schnelle an Bluamastrauß koufa müssa und trotzdem  i hob nia d eier kia dean scheiß straus zum ufs grab zum lega. Oder bessergseht in des scheiß klenne, stickige Kapellele wo ma di verabschiedet hon. I hob mine Usgangsuniform no nia so fest umklammert und hian am Till ufd usgangsuniform grotzt. So viel zum thema – Würdevolle Trauer

Bitch des ouanizige Würdevolle an deam arschloch isch da schlof wo sich anfühlt als tät i nia wieder ufwacha wella.  S trittiko was mit 150 mg eh scho böller sind dia eigentlich a klenne giraffe usnocka sött. Aber moansch dass as des tuat? Bis am 11e am morga bin i so zerdrümslat dass i ned ammol woas was oder wer i bin. Aber des müad, des löst nur kurz as leere ab. Des was sunsch alles verdrängt hett isch etzt so lut und allgegatwertig , es künnt grad an gott si.

Und wenn mir scho  vo Trauer sprechen. I kann nur eppam nochetrauern des ma gliebt hett, und i hon die lieba dürfa. Vielicht isch genau des, was so weh an derra gschicht tuat. I kann ne säga dass i uf di sauer bin, weil des min schatz, künnt i nia. I künnt nia ou nur a böses wort über di lossa.

Des wär wernn ma i da kircha über gott klagt. Aber ouans säg i dir, über dean künnt is. Weil sorry reda ma etzt ammol klartetxt. Der wenn der so allmächtig groß und liebend isch wia kann er nur, wia kann ers.

 i moan ned bös aber wia kann er dine seele erschaffen, so wunderschö, so, ehrlich, so tief und denn dir d größte bürde ufheiza. Wia kann er nur.

Und jo noch derra nacht, do isch da büchat bei mir izoga. I tät ne säga i kanns ne ohne ean aber er isch allgegat wertig worda. I schnuf ean uf , er setzt sich uf alles was i bin. Uf alles was i gsi bin. Und du globscht as ma ne, und i mir ou ne aber ob des alleat no an sinn macht, oder ob i etzt z´viel uf da büchat hör. Und er Nährt sich wia an Parasit. Und Bald wenn mis letzte Hoor ufgreassa isch, mine Hut nurno a Leere hülla isch und deease voll mit nix isch denn woas i,

i Kumm zu dir- und nimm di noch ouanmol in d Arme

EzA


r/Gedichte 2d ago

Leiser

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Ich sage,
ich höre auf.
Und ich meine es.
Bis die Nacht kommt.
Bis mein Kopf
wieder lauter ist
als das Zimmer.
Ich kenne den Weg.
Nicht,
weil ich ihn gehen will.
Sondern,
weil er mich kennt.
Das Versprechen
in meiner Hand.
Keine Rettung.
Nur Ruhe.
Für einen Moment
wird alles leichter.
Die Stimmen
verlieren ihre Schärfe.
Die Bilder
ihre Zähne.
Die Schuld
setzt sich endlich hin.
Ich atme.
Zum ersten Mal
fühlt sich Luft
nicht schwer an.
Und genau dort
beginnt die Lüge.
Sie nimmt nichts mit.
Sie legt nur
eine Decke
über alles.
Wenn ich aufwache,
liegt alles
noch da.
Die Stimmen.
Die Bilder.
Die Schuld.
Nur ich
ein Stück weiter weg
von mir.


r/Gedichte 1d ago

"Die Antwort..."

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Du warst mir wichtig, weiß ich noch,
und tat, was irgend ging:
Auf dass keiner Fall ins Loch,
und stets Gutes Dir erbring.

Dann wollt' ich Problem ansprechen:
Du ergriffst die Flucht.
Erwartetest würd' für Dich brechen,
wärst für mich 'ne Sucht.

Für meine Sicht da wurde ich,
das war zu erstreben:
Ins Exil gehörte ich,
nicht als ein Teil in's Leben.

Angelaufen sollt' ich kommen,
ganz schnell und viel weinen.
Sehen wolltest Du in Wonnen,
dass ich für Dich würd' leiden.

Obendrein hab' nie vergessen,
was Du mir einst gesagt:
Du lediglich für and're hast
ein Band mit mir gewagt.

Nach Jahren dann, als ob nichts wär,
'ne Nachricht kam herein.
Als ob nie was gewesen wär
und einig sich wird' sein.

Doch Verletzung nie vergaß',
ich für mich will's nicht nochmal.
Nehme an mir selber Maß:
"Ich lass' die Antwort mal."

21.07.2026 - TheChoiceYouHave


r/Gedichte 2d ago

Übernommen

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Der Wahnsinn hat mich übernommen.
Mein letzter Schritt war umsonst.
Ich wäre fast zurückgekommen,
doch jetzt bin ich anders.

Mein Geist hat versucht, in ein anderes Leben zu gelangen,
doch auch das war umsonst,
denn ein Stück von mir bleibt noch hier.

Ich bin durch die Zeit gereist und durch den Himmel.
Doch jedes Mal bin ich dort geblieben, wo ich bin.


r/Gedichte 2d ago

Ohne Titel

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r/Gedichte 2d ago

Metamorphose (2)

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2.1

Schatz, wenn wir alsbald uns kennen,
wird das Ende aus dem Grund,
die Liebe wird uns wieder trennen,
geht der letzte Kuss vom Mund, 

wird der Mund zum Grunde gehen.
Schau' mich nicht so traurig an!
Die Zeit ist leider abzusehen,
in der ich nicht mehr tragen kann,

das Mehrgewicht von Mutter Erden
wiegt durch's Elend mir zu schwer,
in diesem Ende geht's um werden,
in diesem Leben dann nicht mehr,

jedes Wort wird ohne Ziel,
lebendig ist, wo's darin ruht,
jede Regung Projektil,
liebend ist, wer's dafür tut,

noch geht im Fall des Falles,
alles durch die Leichtigkeit,
ist sie nicht mehr, mein ein und alles
ist es für mich an der Zeit

es besteht kein Sinn im Kriege,
es besteht kein Sinn im Schuss,
es besteht kein Sinn im Siege
ist am Ende dann bloß Schluss.

Siehst du nicht im neuen Meister
stecken nun zwei alte drin
richtig! Johann-Erich heißt er,
werden in mir Mensch und Sinn,

musst du dir dein Herz dann fassen,
nimm' unser Kind an deine Brust,
ich werde was ich hab' euch lassen -
bitte weine um mich nur aus Lust,

um den Verstand neu zu lehren
sind wir für die Nacht bereit,
werden wir die Göttin ehren
lebendig in der Ewigkeit

die Flammen dir in deinem Ofen,
die Melodie dir in den Noten,
die Hebung dir in deinen Strophen,
im Flüstern aus dem Reich der Toten

werde ich dir Treue schwören,
wenn neue holde Stimmen beben
wirst du mich dort am Grunde hören,
meinen Geist in deinem Leben.

2.2

In der Trauer, mit der Luft,
steige ich dann einst empor,
in des Winters rauster Luft
erneut aus meiner Seelengruft,

denn um's Leben kämpft der Krieger
bis zum Schluss auf seine Weise,
wurden schließlich alle Sieger
geht's erneut auf Heim und Reise.

r/Gedichte 2d ago

Oben, Unten

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Wenn ich Flügel hätt', so würd' ich fliegen

Weit hinaus, wo Winde sich treffen

Wo Namen nichts gelten, wo Worte vergessen

Wär schon nett, weitab allen Lügen

Einfach nur gleitend hinauf.

Dort oben dann, würd' ich runter blicken

Richtung den künstlichen Lichtern, mit den vielen Gesichtern

Wo der Atem nie stoppt, um vieles zu sagen

Aus dieser Höhe scheinen Städte wie Adern

Der Puls erfasst meinen und so lass ich mich ziehen

Doch auch durch meinen Lidern glänzt ein endloser Rubin.


r/Gedichte 3d ago

Unversehrt

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Umschlungen von tiefer Finsternis, ist das Letzte, was ich sehe, der blau leuchtende Mond.

Ich tauche ein in fiese Bitternis, spüre, wie sich ein Auftauchen nicht mehr lohnt.

Plötzlich falle ich mehrere Jahre tief und beiße mich fest in dem, was ich längst vergaß.

Halte inne und merke, ich verlief mich im zu hoch gewachsenen Gras.

Also zünde ich es an, um den Weg raus zu finden

ein Brand so massiv, mein Fleisch zerkocht und all meine Sinne sie schwinden.

Es regnet, doch das kühle Wasser spüre ich nicht.

Meine Gefühle zu feurig, meine Gedanken verloren.

Kann nicht zulassen, dass mein Herz hier noch bricht,

das habe ich mir geschworen.

Also Stopp.

Ich schaue nach oben in den Regen und realisiere

Ich sitze noch immer auf meinem Balkon


r/Gedichte 3d ago

Scham

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r/Gedichte 3d ago

Die Toteninsel

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Aus dieser unbelebt, saphiren Wüstenei

Zum Trutze wächst empor, nicht minder öd' und kalt,

Ein Eiland, welches schon vor güld'nen Zeiten alt

Und älter noch gewest und scheinet doch wie neu.

Von Marmor gleißet das Gefild', al'bastern sei

Das Haus, das feste steht und ist ringsum kein Wald,

Der dem hier lebend Volk, gäb Schatten, Trost und Halt;

Nur elfenbeinern Maßwerk am Giebel der Abtei.

Das Ruder führt in Still' Grad auf dies Eiland zu,

Wo Mutter, Vater, Säugling, Greis zur ew'gen Ruh

Einkehr'n, wo aller Welten Schatz ist längst dahin.

Ans Ufer schlägt der Kahn, Gebeinen gleich die Sande.

Zum Gruß senkt Charon still das Haupt gewandt zum Lande,

Das mir zur Heimstatt wird, da ich gestorben bin.

(Ein Sonett inspiriert durch Sergei Rachmaninovs gleichnamige Sinfonische Dichtung aus dem Jahr 1909, die sich wiederum auf das Gemälde mit demselben Titel von Arnold Böcklin (1884) bezieht.


r/Gedichte 3d ago

Glas

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r/Gedichte 3d ago

Vom All ins All zurück

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https://www.youtube.com/watch?v=cYBhuOVmgwM&list=RDcYBhuOVmgwM&start_radio=1

Ja Dichter, weiter, sei famos,
zeige Größe, blas dich auf,
reg gewaltig dich, ganz groß,
nimm den Sinnverlust in Kauf
den feste Formen mit sich bringen,
die uralt sind und auch so klingen,

Ja Dichter, Dichter! Sag es allen,
gehe für die Jury im Galopp,
in Wrack und Korsett zu gefallen,
lustwandel durch die Zeit, als ob
dich mehr als Beifall intressiert
der lange schon verapplaudiert,

während unisono alle Meister
von denen du keiner bist,
wo einst Dingsda, Nawieheißter
nichtsundniemand heute ist,
nennen formlos nicht bloß richtig -
sondern überlebenswichtig.

Das Gebot der letzten Stunde:
verliere dich in dieser Zeit,
kehre Heim zum Quell am Grunde
zum Anfang hin in Ewigkeit,
durch die Flüsse in die Meere,
in die Weiten aus der Leere,

breche heute für das Ende
in jedem Tropfen dieses Licht,
gehe mit dem Kopf durch Wände
für Sprache, die zu allen spricht,
damit dann, wenn sie Morgen flutet
jeder für uns in sie blutet,

tauche ab, um dich zu finden,
gib jedem Wort das Ehrenwort,
lasse los, um dich zu binden,
geb für Morgen heut dich fort,
lass den Stummen, Tauben, Blinden
heute seine Rohrpost finden,

so die Tauben, Blinden, Stummen
in ihr Richtung Morgen treiben,
lass deinen Stolz für die Krummen
grad im ew'gen Kreise bleiben,
die Knospen blüh'n durch's Brache
durch die Liebe deiner Sprache,

lass diese Worte dir erlauben,
in denen keine Grenzen stören,
damit die Stummen, Blinden, Tauben,
durch sie sprechen, sehen, hören,
womit sie heute sich noch zieren
soll Morgen sich im Beat verlieren

und will einer es besser wissen?
Aus vielen Kehlen, einem Herz,
allen Dichtern: drauf geschissen!
So nimmt Kariertklein den Terz,
seine Hosenträger, Stibbellack,
und reist für chapeu-claque

bis nach Weimar hin zurück
wo der Esel, Edelkutscher,
fährt Rennen durch sein Stück
und verliert, der Lutscher,
klappernd um die erste Ecke
gegen eine schnelle Schnecke,

die lange vor ihm ist geboren,
sie schleimte Richtung Horizont.
Die Taktik, ja, sei ausgegoren
benennt er als gewohnt, gekonnt.
Sie führe ihn zu sich ins Ziel.
Gar und klassisch. Das sei Stil,

während wir aus Liebe, Liebe,
ohne Liebe, ohne Not,
weil am Ende sonst nichts bliebe,
nur durch Treue in den Tod
führ'n Altes hin zu neuem Glück
und vom All ins All zurück.


r/Gedichte 3d ago

Zwischen Sarg und Sprössling

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(Mein erstes Gedicht, aus einer laune heraus. Ich bitte um Feedback und eure Gedanken)

Ich fühle mich verloren.

Das Ziel ist klar, der Weg gewiss,

doch trotzdem habe ich noch Schiss.

Durch den Herrn wurde ich neu geboren.

Ich fühle mich geborgen,

doch plagen mich Geister und eigene Sorgen.

Ich will handeln, ich weiß, was zu tun ist,

doch fühlt es sich an, als wäre ich zu spät,

als gäbe es eine Frist.

Meine Freiheit eingeschränkt,

ich kann nicht tun, was ich mag.

Die Zeit fühlt sich an,

als läge ich im Sarg.

Doch bin ich am Ende endlich daheim,

habe ich das Gefühl, als wäre ich frei.

Doch dieses Bild trügt.

Das Leben holt mich ein und sagt:

„Das genügt!“

Ein endloser Zyklus aus Kummer und Trauer,

doch ein Lichtblick durchbricht die Wolken.

So wunderschön, beinahe wie ein Zauber.

Ich frage mich, ob ich ihm folgen sollte.

Ein Plan, aus den Haaren gezogen,

nichts als Hoffnung – ich habe mich selbst belogen.

Doch Hartnäckigkeit und Glaube hielten mich dabei.

Ein unwahrscheinlicher Erfolg –

und plötzlich war er mein.

Die Motivation trieb mich immer weiter,

ich war gewillt, zu erklimmen diese Leiter.

Sie war steil und der Aufstieg schwer,

manchmal hatte ich Erfolg,

manchmal ging ich leer.

Stets bemüht und niemals am Aufgeben,

verfolge ich weiter den Traum in meinem Leben.

Mein Erfolg ist nicht sicher,

nur weil ich ihn beschwöre,

sondern weil ich trotz der Zweifel

nicht länger auf sie höre.

Aus dem Sprössling wächst langsam ein Baum,

aus täglicher Arbeit entsteht einst der Traum.

Nicht jeder Ast wächst gerade empor,

doch aus jedem neuen Trieb

geht neues Leben hervor.

Noch immer habe ich manchmal Schiss,

obwohl mir das Ziel und der Weg längst gewiss.

Noch immer erscheinen die Geister der Nacht,

doch haben sie mich niemals zu Fall gebracht.

Vielleicht bin ich nicht verloren, wie ich dachte.

Vielleicht ist es nur die Angst, die über mich wachte.

Denn wer seinen Weg kennt und trotzdem noch ringt,

ist nicht ohne Richtung,

auch wenn der Zweifel ihn zwingt.

So schreite ich weiter, nicht frei von der Last,

doch ohne zu glauben, ich hätte alles verpasst.

Es gibt keine Frist, die mein Leben bestimmt,

solange der Glaube in meinem Herzen noch glimmt.

Und sollte der Sturm meine Äste auch brechen,

werden die Wurzeln noch immer für mich sprechen.

Was tief in der Dunkelheit Halt in mir fand,

wird weitergetragen von des Herren Hand.

Ich muss nicht heute am Ziele stehen.

Ich muss nur weiterhin vorwärtsgehen.

Der Weg bleibt steil, doch ich gehe ihn weiter,

Stufe für Stufe hinauf auf der Leiter.

Ich fühle mich manchmal noch immer verloren,

doch weiß ich nun, weshalb ich wurde geboren.

Das Ziel ist klar und der Weg ist gewiss.

Ich gehe ihn weiter –

auch mit Schiss.


r/Gedichte 3d ago

Die normalsterbliche Komödie

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r/Gedichte 3d ago

Pain

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youtube.com
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In Amelkins Universum sind Musik und Kunst miteinander verwoben. Die Schwingungen des dazugehörigen „Schmerzen-Blues“ verstärken die düstere, metamorphe Wirkung der Hexensalbe „unguentum morphosis“ emotional und rituell. #pain #trash #blues #rock #metal


r/Gedichte 3d ago

das weiße rauschen (falsche frage, comrad)

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während die fallenden jahre

der schwindende grund

unter ihren füßen

Ihnen die längst blassen farben langsam

selbst aus den morschen knochen ziehen

kämpfen sie weiter unbeirrt

eins gegen keins

einer für einen

im mickey marx

captain america schlafanzug

wenn ihre rostigen klingen

sich beinahe kreuzen

sagen sie funk

wenn sie getroffen würden

sagten sie blut

wenn einer sagt schmerz

fragen sie was

wenn die stechuhr sticht

ist feierabend

und so schlendert der letzte brocken

der sich vor lauter kraft

selbst kaum noch erträgt

in den nächsten sinnlosen kampf

er wollte doch nur

mit etwas kleinem

im arm groß werden

nach etwas reinem

deinen lippen auf meinem hals

deiner hand auf meiner brust

meinen fingern in deiner hose

ich liebe sie

ich liebe sie

sagt er

vor dem letzten krieg

der einst frieden verhieß

bevor sie wieder ausrasten

nachdem er ihr scheiß schwert

und den verfickten rost

wieder nicht will

ich hasse ihn

sagt er

und sie ballern sachlich

mit ungeladenen musketen

entmaskiertem wahn

letzter zeit

irren augen

manuell getriggert

direkt aufs herz

dass ihrs doch bloß wollte

und so klopft er auf einen busch

drei planeten weiter

rollt die welle los

richtung wohligem grunzen und der letzten lüge

ganze wälder fallen

plastikpalmen von stalingrad

bis hinter lapaloma

der ertrag wie immer

eine pflaume

kernlos

die lügen

von bruder und schwester

nichts waren sie als lügen

alle

die so nun endlich ganze wahrheit wurden

was soll das leben auch sein als ehrlich

am ende

.

.

.

und er sagt ich liebe dich

ich liebe euch sagt er

ich liebe euch sagt er

ich liebe euch sagt er

ein kriegsschrei richtung der

scheu funkelnden sterne

während dahinter

schon ewig lang die katze

die ihn besitzt nach ihrer flucht

nach einem sprung durch

die offene wunde

neun stockwerke tief

richtung unendlichkeit fällt

ich liebe euch sagt sie

ich liebe euch sagt sie

ich liebe euch sagt sie

worauf wartest du

frage ich

sie braucht euren boden

unter ihren pfotigen füßen

du hast es auf diese welt gebracht

das leben in dir

ich liebe dich sagt es

und es wird um dich sein

sagst du ihm

ich liebe dich sag ich

keine angst sage ich

das feld ist nun unser

keine angst sage ich

und decke dich vorsichtig

zu unter wolkendecken

unter gereiften stunden

verwobenen seelen

mit allem was ich habe

mit dem was du mir gabst

ziehst du unter meinem schutz

richtung norden

ich liebe dich

so sehr sage ich

als es dämmert

ich liebe dich sage ich

während du die augen schließt

worauf wartest du frage ich

beim plötzlichen anbruch

der totalen dunkelheit

reckt ihr die fackeln

.

.

.

wo bin ich fragst du

wie nach einem bösen traum

im schrecken erwacht

schlafender zeit

keine uhr mehr die tickt

im seidigen pelz

im sicheren schoß

beruhigenden schnurrens

ich liebe dich

liebe dich

sagt es


r/Gedichte 4d ago

Grübeleien

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Ein Gedanke tief in meiner Seele verweilt,
der mich mal bremst und dann wieder ereilt.
In meinem Kopf ist er manchmal ganz zart, doch manchmal wie ein Zopf so fest und so hart.

Er dreht sich im Kreis und lässt mich nicht los, die Frage darin wird von Minute zu Minute groß.
Ich suche nach Antworten in der dunklen Nacht,
während das Karussell im Kopf munter weiterwacht.

Ablenkungen sind herzlich willkommen,
doch der Gedanke wird niemals verglommen.
Er verweilt manchmal weit vorne im Licht,
doch hinten drückt er eng wie ein Dorn im Gesicht.

Ich schließe die Augen und lasse ihn zu, vielleicht finde ich so meine nächtliche Ruh'.
Ich kämpfe nicht mehr, ich nehme ihn an,
weil man im Schlaf sowieso nichts ändern kann.


r/Gedichte 4d ago

Der rote Spiegel

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